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Pfarre Enzersfeld |
Wallfahrt zu Heiligtümern der Russischen Orthodoxen Kirche
Nach der Wallfahrt im Juli 2011
(Bericht siehe unten) plant P. Sebastian Hacker wieder eine
Wallfahrt nach Moskau:
Organisation: Teilnehmerzahl 15-20, 17.-24.Juli 2012, Flug mit den Austrian Airlines, Unterkunft: Pilgerherberge der Katholischen Erzdiözese in Moskau in Zweibeitt- und Einzelzimmern, Anmeldung bis Weihnachten 2011 in der Pfarrkanzlei Enzersfeld, erste Besprechung: Freitag, 13.1.2011 um 20Uhr im Pfarrhof Enzersfeld, Kosten insgesamt maximal 1.300 EUR (EZ; DZ verringert ca. 1.200). Bei der ersten Besprechung werden die Erlagscheine (Anzahlung 350 EUR) ausgeteilt, mit deren Einzahlung die Anmeldung fixiert ist. Inhalt: Die Reise ist bewusst als Wallfahrt konzipiert, keine touristische Besichtigungstour. Wir sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, was eine Kennenlernen der Stadt aus der Perspektive eines Moskauers ermöglicht, aber körperlich anstrengend ist, weil relativ weite Strecken zu Fuß zurückgelegt werden. Das Quartier ist einfach und sauber. Wir besuchen wichtige Sehenswürdigkeiten wie den Kreml und die Schatzkammer des Kremls, ebenso geistliche Zentren der Russischen Orthodoxen Kirche wie das Kloster Sergiev Posad (wo wir am Wochenende übernachten werden) und die Christus-Erlöser-Kathedrale, werden mit dem Schiff auf dem Moskau-Fluss und im Autobus im Zuge einer Rundfahrt die Stadt erkunen. Das Programm wird ähnlich dem Programm 2011 gestaltet sein (siehe unten). Es wird täglich eine Hl. Messe auf Deutsch in der Kathedrale angeboten, am Sonntag werden wir eine orthodoxe Liturgie im Kloster Sergiev Posad besuchen. Die Führungen durch Kirchen und Klöster werden für uns zumeist von orthodoxen Mönchen und Nonnen bzw. Mitarbeitern der Kirche gehalten.
Bericht 26. Juli bis 2. August 2011:
Fotos
Programm 2011
(download)
Fotobuch
(40 EUR) und FotoCD (10 EUR)
Eine ungewöhnliche und äußerst faszinierende Pilgerreise nach Moskau „Liebesgrüße aus Moskau“ (James Bond), „Dr. Schiwago“ (Pasternak) oder „Moskau“ (Dschingis Khan) – das kennen wir von Fernsehen, Literatur und Radio. 22 Pilger aus unseren Pfarren brachen am 26. Juli 2011 auf, um Moskau von einer ganz anderen Seite kennen zu lernen. Das religiöse Leben und die Orthodoxe Kirche sollten im Mittelpunkt stehen. Nach der Landung am Flughafen Domodedovo haben wir
sehr schnell bemerkt, was U-Bahn fahren in Moskau heißt: eine
unendliche Abfolge aus Menschen, Zügen, Verbindungsgängen,
Rolltreppen, Übergängen, …
Beim Kreml trafen wir eine Nonne, Schwester Ilarija, aus dem Kloster Johannes des Täufers. Sie lud uns ein, im Kloster bei Tee und Moskauer Spezialitäten, die die Nonnen selbst herstellen, zu entspannen. Sie erzählte uns von der Geschichte des Klosters, den Schwierigkeiten am Anfang des 20. Jahrhunderts, die zur Schließung des Klosters und zur Umfunktionierung in ein Konzentrationslager und eine Polizeikaserne führten. Voll Freude erzählte sie aber auch vom Wiederaufbau und der Wiederbelebung, die das Kloster in den letzten Jahren erfährt – man hat das Gefühl, dass eine besondere religiöse Kraft in die Orthodoxe Kirche fließt, die die Menschen wahre Wunder im Wiederaufbau vollbringen lässt. Bei der Rückfahrt mit der Moskauer Metro bewunderten wir noch die reichen Verzierungen an Decken und Wänden, die mehr an Kirchen als an U-Bahnstationen erinnern. Sie wurden auch als „Tempel der Arbeiter“ bezeichnet. Der erste Tag in Moskau war einfach unglaublich! Schön und sehr heiß! Am 2. Tag war es möglich in der Kathedrale der Erzdiözese Moskau die Hl. Messe zu feiern. Nach dem Frühstück machten wir uns auf zur Tretjakov-Galerie. Sie beherbergt russische Kunst von der Ikonenmalerei bis zu Natur- und Kriegsdarstellungen der berühmtesten russischen Künstler bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Unsere Führerin verstand es, sehr spannend und versiert auf die Merkmale russischer Kunst hinzuweisen. Da unser Programm sehr dicht war, brachen wir anschließend gleich zum Freilichtmuseum „Kolomenskoe“ auf, wo uns eine Führerin in traditionellem russischem Gewand sehr lustig und interessant die Bauweise russischer Kirchen und Paläste erklärte. Bei einer Folklore-Vorstellung tanzten und sangen Russinnen für uns in volkstümlicher Tradition. Wir konnten uns währenddessen mit den bekannten „Blini“ (Palatschinken mit Beerenmarmelade) stärken. Dann mussten wir rasch in unsere Herberge zurück, da uns noch eine Einladung bei einer russischen Familie in „Peredelkino“ erwartete. Die Gastfreundschaft der russischen Bevölkerung ist einfach unglaublich. Die Familie organisierte den Transport unserer Gruppe mit Privatautos vom Bahnhof bis zu ihrem Haus, wo für uns schon alles vorbereitet war. Es gab eine Hammelsuppe auf offenem Feuer gekocht und verschiedene typisch russische Beilagen, sowie Kartoffel mit Sauce und Kaviar. In russischer Manier stießen wir mit Wodka an und kamen ins Gespräch mit der Gastgeberfamilie, einem Geistlichen – Vater Georgij – und einigen Freunden der Familie. Der Abschied kam viel zu früh und wir haben das Gefühl neue Freunde gefunden zu haben.
Um 13.00 Uhr begaben wir uns zum Kiewer Bahnhof, an dem auch die Schiffe zur Flussfahrt auf der Moskau anlegen. Wir bestiegen ein Schiff mit Aussichtsplattform und fuhren entlang vieler Moskauer Sehenswürdigkeiten. Vorbei am Neujungfrauenkloster und dem Denkmal von Peter dem Großen, das mitten in den Fluss gebaut wurde, zur Christus-Erlöser-Kirche und dem Kreml mit herrlichem Blick auf die Basiliuskathedrale. Wir bekamen auch die Schisprungschanze, das Stadion und die Universität nochmals zu sehen.
Am Abend nahmen wir an der orthodoxen Vigil (Abendgebet) teil. Da russische Gläubige dieses Gebet ungefähr 2 ½ Stunden im Stehen verrichten und uns das mehr als ungewohnt ist, haben nur Wenige aus unserer Gruppe Stand gehalten. Orthodoxe Gottesdienste sind vor allem durch spirituellen Gesang, Gebete der Priester, Weihrauch und dem Duft und der Wärme von Bienenwachskerzen gekennzeichnet. Da war der Sonntagsgottesdienst, die Göttliche Liturgie, am nächsten Tag mit 1 ½ Stunden schon wesentlich leichter durchzustehen.
Eine Moskauer Sehenswürdigkeit stand uns am Montag noch bevor: Die Christus-Erlöser-Kirche, die wir bis jetzt nur aus dem Bus bzw. vom Schiff aus gesehen hatten, wurde uns in einer Führung gezeigt. Zu Recht gilt diese Kirche als die wichtigste in Moskau und in der Orthodoxen Kirche. Sie ist an Pracht und Schönheit kaum zu übertreffen. Zum Mittagessen versuchten wir uns am Kiosk und aßen Kartoffel mit den verschiedensten Füllungen. Der Nachmittag stand uns zur freien Verfügung und wurde auch von den Teilnehmern unserer Reise ganz individuell genutzt. Es ist unbestritten, dass eine Reise wie diese Eindrücke hinterlässt, von denen man noch lange und viel berichten könnte … Karin Sponer, am 2. August 2011
Rückblick auf die Planung:
Der christliche Glaube verbindet uns Katholiken
mit den Orthodoxen. Die Russische Kirche ist reich an geistlichen
Schätzen, die bei uns noch wenig bekannt sind.
Für die Gläubigen unserer beiden Pfarren
Enzersfeld und Klein- Engersdorf organisierte Kaplan P. Sebastian
eine Wallfahrt vom 26. Juli bis 2. August 2011. Die Reise war nicht
touristisch ausgerichtet, sondern sollte einen Einblick in das
kirchliche und kulturelle Leben geben.
Die Kosten beliefen sich auf etwa 1.200 EUR,
Anmeldungen in der Pfarrkanzlei, beschränkte Teilnehmerzahl.
aus dem Programm:
Flug mit der AUA Unterkunft: - Pilgerherberge der Katholischen Kirche in Moskau - Klosterherberge Sergiev Posad Kremlkirchen Mönchskloster zum Hl. Sergius Christus-Erlöser-Kathedrale Tret'jakov-Galerie Nonnenkloster zum Hl. Johannes dem Täufer Schifffahrt auf der Moskau Besuch der orthodoxen Liturgie, Treffen mit orthodoxen Gläubigen, Mönchen und Nonnen Angebot der täglichen Messe in der Pilgerherberge Kolomenskoe
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